Zuckerersatzstoffe: Zuckerfrei leben und trotzdem nicht auf Süße verzichten dank Xylit und Erythrit

Zuckerersatzstoffe wie Xylit und Erythrit sind eine hervorragende Möglichkeit, den Konsum von schädlichem Haushaltszucker zu reduzieren. In diesem Artikel erfährst Du alles über die besten Zuckerersatzstoffe, und deren Vorteile und Nachteile.

zuckerersatzstoffe

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Zu hohe Zuckeraufnahme ist ein modernes Problem, welches teilweise krankhafte Ausmaße annimmt.

Die Industrie macht es uns nicht leichter, schließlich ist Zucker in einem Großteil der industriell verarbeiteten Lebensmitteln enthalten.

Selbst ein Besuch im Lieblingslokal zum Mittagessen kann unabsichtlich zur Zuckerfalle werden, da viele Gastronomen Zucker selbstverständlich als Kochzutat verwenden. Dies muss nicht gekennzeichnet werden und fällt uns somit oft nicht mal auf.

Auch die Getränkeindustrie setzt voll und ganz auf Zucker. Egal ob im Softdrink oder auch im vermeintlich gesunden Molkedrink – das süße Gift findet sich quasi überall. So nimmt man schnell ungewollt mehr Zucker zu sich als gewollt.

Noch dazu hat Zucker eine süchtigmachende Wirkung auf unser Gehirn. Durch den Konsum von Zucker wird nämlich das Belohnungszentrum im Gehirn aktiviert, was zu einer positiven Assoziation mit Zucker führt.

Somit will unser Gehirn immer mehr davon.

Doch wie entzieht man sich nun diesem Problem?

Lösung: Zuckerersatzstoffe

Wer sich mit einer ketogenen Diät oder Low Carb Ernährung beschäftigt, kommt am Thema Zuckerersatzstoffe nicht vorbei.

Sie bieten tolle Möglichkeiten, den eigenen Zuckerkonsum einzuschränken und somit die tägliche Kohlenhydrataufnahme drastisch zu reduzieren. Sie besitzen einen geringen oder keinen Nährwert und sind somit besonders für Diabetiker von großem Vorteil.

Leider werden Zuckerersatzstoffe oft mit synthetischen Süßstoffen wie beispielsweise Aspartam verwechselt.

Unterschied zwischen Süßstoffen & Zuckerersatzstoffen

Süßstoffe sind Substanzen mit intensivem Süßgeschmack. Dieser ist 30 – 10.000fach (!) höher als jener von Zucker (1).

Sie werden herkömmlicherweise als konzentrierte, flüssige Lösung oder in Tablettenform angeboten. Wer Süßstoffe probiert hat, weiß, dass sich diese von Zucker sowohl in der Anwendung als auch im Geschmack stark unterscheiden.

Durch die extrem hohe Süße und einen zum Teil sehr gewöhnungsbedürftigen Eigengeschmack, haben sie in der Gesellschaft einen fragwürdigen Ruf. Dieser wirkt sich leider auch teilweise auf Zuckerersatzstoffe aus, die mit synthetischen Süßstoffen tatsächlich nicht viel gemeinsam haben.

Die Gemeinsamkeit besteht lediglich darin, dass beide zum Süßen statt Zucker verwendet werden.

Zuckerersatzstoffe sind allerdings, wie der Name schon sagt, tatsächliche Ersatzstoffe zu Zucker. Im Gegensatz zu Süßstoffen besitzen sie die 0,7-fache bis einfache Süßkraft von Zucker und haben auch die gleiche Beschaffenheit.

Die verschiedenen Arten von Zuckerersatzstoffen

Die bekanntesten und beliebtesten Zuckerersatzstoffe sind Xylit (= Birkenzucker) und Erythrit.

Es existieren noch weitere wie Mannit, Sorbit oder Isomalt. Wir wollen uns in diesem Artikel allerdings auf Xylit und Erythrit beschränken, da diese die häufigst verwendeten Zuckerersatzstoffe sind.

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Alle Zuckerersatzstoffe zählen zu der Gruppe der Zuckeralkohole. Obwohl es der Name vermuten lässt, beinhalten sie keinen Alkohol.

Xylit

Xylit, oder auch Xylitol genannt, wird meist aus Maiskolbenresten oder auch aus Buchen- oder Birkenholz gewonnen.

Daher stammt auch das Synonym „Birkenzucker“, unter dem viele Leute Xylit kennen. Xylit besitzt in etwa die Süßkraft von Zucker und kann daher 1:1 wie wie Zucker verwendet werden.

Beim Kontakt mit der Zunge hat es einen leicht kühlenden Effekt und wirkt antikariogen, also vorbeugend gegen Karies. Daher kommt es auch oft in zuckerfreien Kaugummis vor. Der Blutzuckerspiegel wird durch Xylit gering beeinflusst und ist dadurch bei Diabetikern beliebt.

Es besitzt auf 100g laut Herstellern ca. 240 Kalorien.

Neben den positiven Effekten auf die Mundflora, soll Xylit auch präventiv gegen Mittelohrentzündungen helfen, da es den Bakterienstamm der Streptococcus pneumoniae am Wachstum hindert. So soll bei Kindern, die regelmäßig Xylit (beispielsweise in Kaugummis) zu sich nehmen, das Risiko für eine Infektion 25% geringer sein als bei jenen, die Xylit nicht verzehren (2).

Eine gesetzliche Höchstmenge von Xylit in Lebensmitteln gibt es nicht, bei Verwendung von mehr als 10% muss dies auf der Verpackung allerdings deklariert werden.

Bei übermäßigem Verzehr wirkt Xylit abführend. Die Menge ist individuell und hängt von der persönlichen Verträglichkeit und auch Darmgesundheit ab. Aufpassen sollte man auch bei Haustieren da Xylit hier giftig wirkt (3).

Zusammenfassend kann man sagen, dass Xylit ein guter Ersatz für Zucker ist, allerdings einige Nebenwirkungen aufweist. Hier kommt Erythrit ins Spiel, denn dieses hat weitaus weniger Nebenwirkungen.

xylit-zuckerersatz

Erythrit

Erythrit (Xucker Light) ist ein natürlich vorkommender Zuckerersatz, der beispielsweise in Melonen, Birnen oder Pilzen vorkommt.

Er wird oft mit Fructose verwechselt, was falsch ist. Erythrit hat, im Vergleich zu Fructose und Xylit, keine verstoffwechselbaren Kohlenhydrate. Das bedeutet, dass die in Erythrit enthaltenen Kohlenhydrate vom Körper nicht aufgenommen werden und Erythrit somit einen glykämischen Index von 0 besitzt.

Damit ist es der einzige Zuckerersatzstoff, welcher den Blutzuckerspiegel gar nicht beeinflusst. Ebenso enthält Erythrit keine Kalorien und ist wesentlich besser verträglich als Xylit und soll auch erst nach größeren Mengen Magenbeschwerden verursachen.

Laut Herstellern ist es auch für Haustiere ungefährlich, was es für alle Tierbesitzer zur präferierten Wahl macht.

Wie Xylit eignet sich auch Erythrit optimal zum Backen und Kochen und kann 1:1 wie Zucker verwendet werden. Da es allerdings nur in etwa die 0,7-fache Süßkraft von Zucker besitzt, kann es sein, dass manchmal nachgesüßt werden muss.

Erythrit ist, in all seinen Formen, wesentlich teurer im Einkauf als Xylit, weshalb auch Xylit dementsprechend öfter zum Einsatz kommt, auch wenn es vermeintlich mehr Nachteile aufweist.

Mehr Infos zu den unterschiedlichen Zuckerersatzstoffen und wo Du sie kaufen kannst, findest Du hier: https://www.jajas-lowcarb.com/zuckerersatzstoffe-im-vergleich/

Die Nachteile in der Anwendung von Zuckerersatzstoffen

Die einzigen Nachteile in der Anwendung und somit auch die Unterschiede zu herkömmlichem Zucker sind, dass Zuckerersatzstoffe bei zu hoher Menge kristallisieren können und, dass sie in ihrer Ursprungsform nicht karamellisierbar sind.

Als Antwort darauf haben einzelne Anbieter mittlerweile auch schon karamellisierbares Erythrit im Sortiment. Und auch für das Problem mit den zwischen den Zähnen knirschenden Kristallen gibt es eine Lösung.

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Sind in einem Rezept mehr als 75% der Gesamtmasse Zuckerersatzstoffe, können diese im erkalteten Zustand kristallisieren. Dies betrifft besonders Gerichte wie Konfitüren, Saucen oder Sirups.

Die einfache Lösung hierfür ist, den Zuckerersatz mit einem Hauch echtem Stevia zu vermischen um somit eine Süßkraft zu erreichen, die doppelt oder dreifach so hoch ist wie jene von Zucker. Somit benötigt man weniger des Zuckerersatzstoffes und er wird nicht kristallisieren.

Fazit

Im Alltag fällt es uns oft schwer, Zucker zu meiden.

Oft nehmen wir Zucker sogar zu uns ohne es zu merken. Umso wichtiger ist es, die Menge dort zu vermindern wo wir es im Griff haben, nämlich in den eigenen vier Wänden.

Zuckerersatzstoffe wie Erythrit und Xylit können durchaus mit Haushaltszucker mithalten und erleichtern einem, zumindest zuhause, den Verzicht auf Zucker oder dessen Reduktion.

Über die Autorin:
Dies ist ein Gastbeitrag von Stefanie Javurek, Gründerin von jaja’s Low Carb. Sie ist überzeugte Low-Carberin und betreibt einen eigenen Onlineshop und Blog unter www.jajas-lowcarb.com. Auf ihrer Webseite findest Du sowohl eine große Auswahl an Low Carb und Keto Produkten als auch viele Rezepte und Infos zu den Themen.

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