Medizinisches Cannabis: THC auf Rezept oder doch lieber CBD?

Wer bekommt THC auf Rezept? Wir zeigen dir in diesem Artikel, wie medizinisches Marihuana wirkt, wo es legal ist, wofür es verwendet wird und welche Nebenwirkungen es haben kann. Oder ob CBD Öl die bessere Alternative ist.

Nach höchsten wissenschaftlichen Standards verfasst, von Experten geprüft und durch aktuelle Studien belegt.

Obwohl medizinisches Cannabis seit einigen Jahren in Apotheken erhältlich ist und seine positive Wirkung bereits unter Beweis stellen konnte, wird nur ein Bruchteil der Patienten mit den Wirkstoffen der Cannabis-Pflanze therapiert.

In diesem Artikel erfährst Du alles über medizinisches Cannabis und seine verschiedenen Darreichungsformen.

Wir diskutieren die Vor- und Nachteile einer Cannabis-Therapie und zeigen dir Spezifika von THC und CBD auf, damit Du für Dich selbst die Wahl treffen kannst, ob und in welcher Form eine Cannabis-Therapie für Dich geeignet ist.

THC auf Rezept: Warum wird Cannabis so selten verschrieben?

Es ist seit knapp zwei Jahren für Mediziner überhaupt erst möglich, die Wirkstoffe der Cannabis-Pflanze gegen die Behandlung von vielfältigen Symptomen zu verschreiben.

Bislang wurden in die Cannabisforschung von den Krankenkassen mehr als vier Millionen Euro investiert, die eigentlichen Einfuhrkosten von Cannabis stellen dabei einen eher geringen Anteil an der Gesamtsumme dar.

Derzeit übernehmen die gesetzlichen Krankenkassen die Kosten für eine Cannabis-Therapie aber noch nicht. Die Behandlung ist sehr aufwändig und der Patient muss hohe Kosten für Cannabis auf Rezept in Kauf nehmen.

Wird medizinisches Cannabis verschrieben, ist der behandelnde Arzt dazu verpflichtet, an die zuständige Krankenkasse eine umfangreiche Dokumentation über den Therapiefortschritt zu senden. Dazu sind regelmäßige Folgeuntersuchungen des Patienten nötig, die bei der Gabe eines anderen Medikaments unter Umständen vermeidbar wären.

Die Wirkweise bereits auf dem Markt zugelassener Medikamente ist bekannt und erforscht, für Betroffene wird ein weiterer Arztbesuch nur dann nötig, wenn sich erhebliche Nebenwirkungen einstellen oder sich die Symptome trotz der verordneten Medikation nicht erheblich verbessern.

Marihuana

Derzeit ist überaus reines und wirkstoffreiches Marihuana für rund 20,- Euro pro Gramm in der Apotheke erhältlich. Dabei liegen die Anschaffungskosten für die Apotheken bei weniger als der Hälfte des Verkaufspreises.

Die hohen Kosten für Marihuana als Medikament entstehen vor allem dadurch, dass die Blütenmischung für jede Erkrankung spezifisch hergestellt und auf die persönlichen Gegebenheiten der Patienten vom Apotheker angepasst werden.

Dazu werden die Hanfblüten zerkleinert und das Pulver wird in der angemessenen Dosierung mit anderen Cannabisblüten vermischt. Dieser Prozess kann recht zeitintensiv sein. Apotheker sind es aber gewohnt, spezielle Arzneimittel für die unterschiedlichen Beschwerden von Patienten anzufertigen.

Wird vom Arzt zum Beispiel die Einnahme von medizinischem Marihuana in Form von Tee verordnet, werden bis zu zwei Gramm Cannabis pro Aufguss benötigt. Der Konsum von Cannabisblüten über einen Vaporisator gilt als besonders sparsam, auf den Zusatz von Tabak mit seinen giftigen Inhaltsstoffen wie Nikotin und Teer kann dabei vollständig verzichtet werden.

Das Inhalieren von medizinischem Cannabis ist allerdings nicht für alle Patienten angeraten und kommt wohl nur für Raucher infrage. Wird ein Cannabis Tee gekocht, gehen jedoch viele der natürlichen Wirkstoffe verloren oder bleiben an den Wänden des Zubereitungsgefäßes hängen.

Dadurch wird für diese Art der Aufnahme eine wesentlich höhere Dosis Cannabisblüten benötigt.

thc-auf-rezept-wann

Andere Medikamente sind günstiger

Gibt es auf dem pharmazeutischen Markt bereits ein fertiges Medikament, welches der Apotheker nicht extra vorbereiten muss, ist dieses in der Regel viel günstiger. Oftmals übernehmen die gesetzlichen Krankenversicherungen ausschließlich eine Therapie mit den preisgünstigsten Arzneimitteln.

Sicher ist es Dir auch schon einmal passiert, dass der Arzt ein bestimmtes Schnupfenspray verschrieben hat, und der Apotheker dir stattdessen ein Präparat mit demselben Wirkstoffgehalt eines anderen Herstellers verkauft hat.

Du hast als Patient natürlich jederzeit die Möglichkeit, die Zusatzkosten für einen teureren Hersteller selbst dazu zu bezahlen, wenn es dir wichtig ist, das Präparat von einem ganz bestimmten Erzeuger anzuwenden.

Zu den hohen Kosten für Cannabisblüten tragen vor allem diverse Zuschläge bei, die der Apotheker berechnet. Mit 90 % des Einkaufswerts schlägt der Festzuschlag nach Hilfstaxe mit der größten Summe zu Buche.

Weiterhin musst du für das Abgabegefäß eine Gebühr bezahlen. Das Bereitstellen der richtigen Rezeptur kostet einen Zuschlag, weitere Hilfstaxen werden erhoben und für BtM-Rezepte wird generell eine eigene Rezeptgebühr fällig.

Dronabinol

Dronabinol ist die medizinische Fachbezeichnung für den Wirkstoff THC. Werden keine ganzen Cannabisblüten verschrieben, sondern der reine Wirkstoff Dronabinol, kommt es zu wesentlich geringeren Kosten für die Patienten.

Der Apotheker erhält in diesem Fall das bereits extrahierte THC aus der weiblichen Cannabispflanze, welches in der Regel als ölige Flüssigkeit an die Patienten abgegeben wird. Es sind auch Dronabinol-Tabletten erhältlich, die je nach Indikation einen verschieden hohen Gehalt an THC besitzen.

Wie kann man sich medizinisches Marihuana verschreiben lassen?

Vorausgesetzt, der behandelnde Arzt ist überhaupt gewillt, eine umfangreiche klinische Dokumentation des Therapieverlaufs anzufertigen, sind vor der Behandlung mit medizinischem Cannabis alle möglichen bürokratischen Schritte notwendig.

Vor allem müssen die belastenden Symptome überhaupt für eine Behandlung mit Cannabis infrage kommen. Stehen alternative Medikamente zur Verfügung, werden diese meist vorrangig verschrieben.

Derzeit muss eine Marihuana-Behandlung noch privat finanziert werden, stehen in etwa drei Jahren aber ausreichend Ergebnisse aus den ärztlichen Dokumentationen zur Verfügung, kann es sein, dass die gesetzlichen Krankenkassen die volle Höhe einer Cannabistherapie übernehmen.

Bevor Marihuana verschrieben werden kann, wird der MDK vom behandelnden Arzt zum Einzelfall befragt. Dieser begutachtet fachlich die Erkrankung und gibt innerhalb von bis zu fünf Wochen eine Entscheidung bekannt, wie die Erfolgsaussichten im Einzelfall bei einer Behandlung mit Cannabinoiden liegen.

(HINWEIS: Möchtest du deine mentale Performance und Denkleistung steigern? Mit FOCUS von BRAINEFFECT hast du volle Konzentration und Gedächtnisleistung in den richtigen Momenten. Wirkstoffe wie B5 & B12 mit studienbestätigter Wirksamkeit machen dieses Produkt zum natürlichen Booster für Konzentration und Gedächtnisleistung. Hier erfährst du mehr!)

braineffect FOCUS

Diesen Schritt brauchen Privatversicherte nicht zu gehen, die privaten Krankenversicherungen übernehmen keinerlei Kosten für eine Marihuana-Behandlung.

Hat der MDK zugestimmt und wird der Patient mit Cannabis behandelt, muss der Arzt umfangreiche Angaben machen zu:

  • Alter und Geschlecht des Patienten
  • Die exakte Diagnose
  • Verordnete Dosis der Cannabinoide
  • Deren Wirksamkeit im Verlauf der Therapie
  • Die allgemeine Verträglichkeit des medizinischen Cannabis
  • Die Lebensqualität des Patienten unter der Marihuana-Gabe

Auf die Ergebnisse dieser Dokumentation könnte es sich negativ auswirken, dass eventuell zusätzlich verschriebene Medikamente nicht in ihrer Wirkweise erfasst werden. Treten also beim Betroffenen Nebenwirkungen oder unerwünschte Begleiterscheinungen auf, können diese nicht zu 100 % der Einnahme von Cannabis zugeschrieben werden.

Anhand der bundesweit über fünf Jahre gesammelten Patientendaten, welche den Krankenkassen in anonymisierter Form übergeben werden, entscheiden die Krankenkassen bis zum Jahr 2022, ob die Kosten für eine Marihuana-Therapie übernommen werden und für welche Erkrankungen dies gelten wird.

Dosierung von Cannabis-Extrakten bei der oralen Einnahme

Je nach Erkrankung und Stärke der Symptome können verschiedene Höchstdosen vom behandelnden Arzt verordnet werden.

Auch das Alter, das Geschlecht sowie das Gewicht eines Patienten spielen bei der Wahl der optimalen Dosis von Cannabinoiden eine wesentliche Rolle, wobei junge, schlanke Mädchen allgemein ausgedrückt weniger Wirkstoff benötigen als korpulente Männer, die wenig Sport treiben.

Statistisch gesehen ist die Gruppe der Menschen, die einen Antrag auf die Behandlung mit medizinischem Cannabis stellen, am größten bei Männern im Alter zwischen 50 und 65 Jahren.

Die Höchstdosis am Tag liegt je nach Indikation bei der Gabe von Cannabisblüten bei bis zu 3 Gramm, wobei der Einstieg meist mit einer maximalen Tagesdosis von bis zu 0,1 Gramm gewählt wird.

Die Mediziner tasten sich dann langsam vor und finden durch intensive Patientengespräche die beste Dosis zur Behandlung der angezeigten Symptome heraus.

Dronabinol, also reines THC, wird mit einer Maximaldosis von bis zu 30 mg verordnet, dies entspricht in etwa der Menge, die in 3 Gramm Cannabisblüten enthalten sind. Die Einstiegsmedikation von Dronabinol liegt zwischen 1,7 und 2,5 mg Wirkstoff über den ganzen Tag verteilt.

Nabilon wird aus Tetrahydrocannabinol gewonnen und ist zum Beispiel unter dem Markennamen Canemes zugelassen. Es kommt vor allem gegen den ständigen Brechreiz bei einer Therapie gegen Krebs zum Einsatz und wird mit einer Höchstdosis von bis zu 6 mg pro Tag verabreicht. Der Einstieg einer Nabilon-Behandlung liegt bei 1 mg Wirkstoff pro Tag.

Cannabisextrakt ist ebenfalls erhältlich als Medikament zum Einsprühen in die Mundhöhle, der Produktname lautet Sativex. Das Arzneimittel wird zu Beginn mit einem Sprühstoß angewendet, wobei der Betroffene 2,7 mg THC und 2,5 mg CBD zu sich nimmt.

Beide Wirkstoffe sind also in etwa gleichen Anteilen in dem Präparat enthalten. Die maximal zulässige Höchstdosis liegt bei bis zu 12 Sprühstößen über den Tag verteilt. Die Cannabinoide wirken über die Schleimhäute im Mund und werden vor allem zur Verbesserung der allgemeinen Motorik bei einer Multiple-Sklerose-Erkrankung verschrieben.

Cannabidiol (CBD) ohne Rezept frei verkäuflich

Wer die umständlichen und hoch bürokratischen Umwege ablehnt, über die es derzeit in Deutschland möglich ist, sich Marihuana und Dronabiol vom Arzt verschreiben zu lassen, kann auf ein frei erhältliches Nahrungsergänzungsmittel zurückgreifen.

Der auch in Cannabis-Medikamenten enthaltene Wirkstoff CBD kann separat, also ohne die Kombination mit THC, völlig legal als Nahrungsergänzungsmittel gekauft werden. Es stehen ebenso wie in der medizinischen Anwendung alle wohltuenden Eigenschaften auf Körper und Seele zur Verfügung.

In den harmonisierenden CBD Präparaten ist lediglich ein geringer Anteil an THC enthalten, der in Deutschland bis zu 0,2 % betragen darf. Es sind keine Ausfallerscheinungen wie bei medizinischem Marihuana zu befürchten.

Anwender von Cannabidiol können ganz normal am alltäglichen Leben teilhaben. Schmerzen, Angstzustände und depressive Verstimmung können durch das natürliche CBD Produkt sanft eingedämmt werden, auch bei Kindern spricht nichts gegen die Einnahme von CBD-haltigen Nahrungsergänzungsmitteln.

Weiterführende Informationen zu CBD, wie es wirkt, in welcher Dosierung es eingenommen wird und bei welchen Beschwerden die Einnahme angeraten wird, findest Du hier.

cannabis-wirkung-cbd-oel

In welchen Darreichungsformen gibt es Cannabidiol, wie beeinflusst dies die Wirkweise?

CBD-Produkte können in drei Gruppen unterteilt werden:

  • CBD Öl mit einem Wirkstoffanteil von 1 – 5 %
  • CBD Liquid für die Aufnahme mittels E-Zigarette oder E-Shisha
  • CBD Kapseln und Tabletten mit unterschiedlich hoher Dosierung des Wirkstoffs

Anwender beschreiben alle Varianten der Cannabidiol Aufnahme als wohltuend und sanft. Besonders schnell tritt die Wirkung von CBD Liquid nach dem Dampfen ein, da der Rauch über die Atemwege besonders schnell aufgenommen werden kann.

Der Wirkstoff ist bereits nach wenigen Sekunden im Blutkreislauf verfügbar, CBD Liquid kann seine wohlige Wirkung auf den Organismus besonders schnell entfalten. Diese Art der Cannabidiol Einnahme wird von Rauchern bevorzugt und von Menschen, die sich besonders schnell die Effekte von Cannabidiol wünschen.

Zum Beispiel, weil Muskelkrämpfe oder Nervenschmerzen rasch behandelt werden sollen und in anderen Akutsituationen. CBD Liquid kann überall gedampft werden, es gelten keine Vorschriften, die das Dampfen in öffentlichen Verkehrsmitteln oder in öffentlichen Lokalen einschränken.

(HINWEIS: Möchtest du deine mentale Performance und Denkleistung steigern? Mit FOCUS von BRAINEFFECT hast du volle Konzentration und Gedächtnisleistung in den richtigen Momenten. Wirkstoffe wie B5 & B12 mit studienbestätigter Wirksamkeit machen dieses Produkt zum natürlichen Booster für Konzentration und Gedächtnisleistung. Hier erfährst du mehr!)

braineffect FOCUS

CBD Öl wird sowohl über die Schleimhäute aufgenommen als auch durch die Einnahme zusammen mit Nahrungsmitteln oder Getränken. Es spielt dabei keine Rolle, ob das Cannabinoid zu warmen oder kalten Speisen oder Getränken gegeben wird, oder ob es pur eingenommen wird.

Es ist zu beobachten, dass sich der Wirkungseintritt von Cannabidiol bei einer Einnahme zu oder kurz nach einer Mahlzeit leicht verzögern kann. Diese Art der Einnahme ist besonders ergiebig und wird von Nichtrauchern bevorzugt, die CBD regelmäßig über einen langen Zeitraum einnehmen. CBD Öl hilft hervorragend bei Angstzuständen, allgemeinem Unwohlsein oder Appetitmangel infolge von Erkrankungen.

Wer CBD Öl bei sportlicher Aktivität einnimmt, berichtet allerdings häufig über eine appetitzügelnde Wirkung von Cannabidiol. Dies scheint auf den ersten Blick im Widerspruch zu stehen, ist aber typisch für den natürlichen Pflanzenwirkstoff.

Prozesse im Körper werden begünstigt, auch auf die Verdauung und die damit verbundenen Enzyme kann sich CBD Öl in höchstem Maße ausgleichend auswirken. CBD Präparate werden allgemein sehr gut vertragen, auch von Menschen die häufig unter Sodbrennen leiden oder nach dem Essen oft Magenkrämpfe bekommen.

Fazit

Manchen Anwendern von Cannabidiol ist die Wirkung bei all den oben beschriebenen Arten der Einnahme zu stark.

Auch bei einem Präparat mit der geringsten CBD Konzentration sind die Effekte bei einigen Menschen gefühlt zu stark ausgeprägt, vor allem der Wirkungseintritt kann als unangenehm oder überwältigend empfunden werden.

Für diese Menschen sind CBD Kapseln die beste Alternative, das Nahrungsergänzungsmittel einzunehmen. Die Wirkung hält sehr lange an, der Wirkungseintritt erfolgt aber sehr sanft und leicht zeitverzögert. Dies gilt besonders dann, wenn CBD Tabletten zu oder nach einer Mahlzeit eingenommen werden.

Soll die Wirkung bereits beim Essen zur Verfügung stehen, etwa um Magenkrämpfe oder Verdauungsbeschwerden vorzubeugen, kann die CBD Kapsel etwa eine halbe Stunde vor dem Essen unzerkaut eingenommen werden.

Steigere deine mentale Performance

Mehr Energie, mehr Fokus und besseren Schlaf. BRAINEFFECT entwickelt qualitativ hochwertige Nahrungsergänzungsmittel zur Steigerung von Konzentration und der mentalen Leistungsfähigkeit.

Produkte ansehen

Hat dir der Artikel gefallen?

1 Stern2 Sterne3 Sterne4 Sterne5 Sterne (1 Stimmen, durchschnittlich: 5,00 von 5)
Loading...



Hinterlasse ein Kommentar