Ernährung nach den 5 Elementen der traditionell chinesischen Medizin und Yin Yang

In der Traditionellen Chinesischen Medizin (TCM) spielt die Ernährung eine zentrale Rolle. Mit ihrer Hilfe lässt sich die Harmonie zwischen Energie (Yang) und Materie (Yin) im Körper erhalten oder wiederherstellen, die entscheidend für die Gesundheit ist.

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Nach höchsten wissenschaftlichen Standards verfasst, von Experten geprüft und durch aktuelle Studien belegt.

Wenn wir an die traditionelle chinesische Medizin denken, so kommen uns die inzwischen bekannten Therapieformen in den Sinn: Akupunktur, Arzneimitteltherapie, Massage, Qigong oder Taiji.

Zu den fünf Säulen der traditionellen chinesischen Medizin (TCM) gehört jedoch auch die Ernährung nach gewissen Prinzipien. Auch hier geht es darum, das Yin und Yang im Organismus in Einklang zu bringen und ein Gleichgewicht herzustellen.

Doch keine Sorge, es geht nun nicht darum, seine komplette Ernährung auf asiatische Kost umzustellen. Im Gegenteil!

Essen nach dem Yin und Yang Prinzip

Auch in der traditionell chinesischen Ernährung dreht sich alles um das Gleichgewicht, die Balance, die den Körper gesund hält.

Yin und Yang symbolisieren diesen Zustand, wobei Yin für die weibliche Seite und Yang für die männliche Seite steht.

Yin verhält sich passiv und empfangend, ist kühl und wird mit der Dunkelheit und dem Mond assoziiert. Yang ist aktiv und wärmend, es treibt an und steht für Helligkeit und Sonne.

Somit unterstützt unser Yin die nährstoff- und energiespeichernden Organe, während sich das Yang um die Hohlorgane im Körper kümmert, welche eine Verbindung nach außen darstellen.

Yin und Yang arbeiten ständig miteinander, jedes Yin-Organ besitzt einen Yang-Partner. Gibt es im Organismus nun eine Seite, die aktiver ist, so entstehen Ungleichgewichte und es folgen Erkrankungen und Beschwerden.

Harmonie zwischen Materie und Energie – 5 Elemente

Zentraler Bestandteil der TCM ist die 5-Elemente-Ernährung. Innerhalb dieser Elemente finden wir ausgewählte Lebensmittel, welche in verschiedenen Kategorien aufgeteilt sind.

In der Ernährung nach TCM spielen also die Elemente Feuer, Wasser, Holz, Metall und Erde eine ebenso zentrale Rolle. Ihnen werden hier die fünf wichtigsten Geschmacksrichtungen zugeordnet.

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1. Bitterer Geschmack = Feuer

Dem Element Feuer wird ein bitterer Geschmack zugeordnet. Er trocknet den Körper aus, wirkt dort kühlend, aber auch förderlich für Verdauung, reinigend und ausleitend.

Das Herz und der Dünndarm stellen dabei die zugehörigen Organe dar, welche sich mit einem bitteren Geschmack assoziieren lassen. Bei Übergewicht beispielsweise sind bittere Lebensmittel also ideal.

2. Salziger Geschmack = Wasser

Wer salzige Lebensmittel isst, der leitet sein Qi nach unten ab und sorgt dafür, dass sich Wasser im Organismus binden kann. Außerdem wirkt es aufweichend, bei übermäßigem Verzehr kann es zu Verhärtungen kommen.

Betrachten wir an dieser Stelle die zugehörigen Organe: Niere und Blase.

3. Scharfer Geschmack = Metall

In diesem Zusammenhang bewegt sich das Qi sehr stark nach oben, der Körper wird erwärmt und ausgetrocknet. Gleichzeitig löst Schärfe Stagnationen, sodass sich die Energie im Körper wieder verteilen kann.

Die Lunge und der Dickdarm gehören in diese Kategorie.

4. Süßer Geschmack = Erde

Die süßliche Geschmacksrichtung baut das Qi auf, während es den Körper befeuchtet und eine entspannende Wirkung zeigt. Dabei wirkt es auch kräftigend und sättigend im Körper.

Süße Speisen stellen den Hauptbestandteil der Ernährung dar. Die hier passenden Organe sind die Milz und die Leber.

5. Saurer Geschmack = Holz

Sauer zieht sich im Körper zusammen und kühlt diesen. Dabei bewahrt es die Lebenssäfte und stärkt die wichtigsten Substanzen im Körper.

Zugehörig sind die Leber und die Gallenblase.

Thermische Auswirkungen der Lebensmittel

An dieser Stelle ist es wichtig zu wissen, dass die thermischen Auswirkungen nach der TCM, nichts mit der tatsächlichen Temperatur der Lebensmittel zu tun haben.

Vielmehr geht es hier um die energetische oder symbolische Temperatur.

Diese energetischen Temperaturen werden in der TCM Ernährung ebenso typischen Lebensmitteln zugeordnet:

Kalte Nahrungsmittel

Kalte Nahrungsmittel sorgen für einen verlangsamten Stoffwechsel und kühlen damit den Körper ab.

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Zu diesen gehören Obst und Gemüse, die Kiwi, sowie die Wassermelone und der Joghurt. Dabei spielt es keine Rolle, ob diese Lebensmittel wirklich gekühlt aus dem Kühlschrank zu sich genommen werden.

Erfrischende Lebensmittel

Erfrischende Lebensmittel bauen die Körpersäfte im Körper auf und tonisieren das Blut. Sie sind in saftigem Obst und Gemüse, in Orangen, in Butter oder Gurken zu finden.

Auf das Blut wirken sie zudem kräftigend. Im Allgemeinen sorgen sie für einen Zusammenhalt des Yin.

Warme Nahrungsmittel

Warme Nahrungsmittel stärken Yang und Qi und wärmen die innere Mitte. Auch schützen sie den Organismus vor äußeren Einflüssen.

Diese sind beispielsweise im Wetter zu finden, etwa in besonders windigen und feuchten Verhältnissen. Lebensmittel, welche vor solchen „Angriffen“ schützen, können Eier, Kirschen, Walnüsse, Hühnerfleisch, Fenchel oder gekochtes Fleisch sein.

Neutrale Lebensmittel

Neutrale Lebensmittel stärken den Organismus ganz allgemein und sorgen für die nötige Ausgewogenheit im Ganzen.

Zu diesen Lebensmitteln gehören oft Grundnahrungsmittel, also die meisten Getreidesorten, alles Wurzelgemüse, gekochtes Gemüse, Hühnereier, Erbsen und Mandeln. Auch sehr reifes Obst gehört in diese Kategorie.

Heiße Nahrungsmittel

Heiße Nahrungsmittel führen auch auf spiritueller Ebene Wärme zu. Auch bringen sie das Qi in Bewegung.

Gemeint sind hier Nahrungsmittel wie Pfeffer oder sämtliche andere scharfe Gewürze. Aber auch der Zimt gehört zu den heißen Nahrungsmitteln, ebenso wie alkoholische Getränke.

Grundregeln für eine Ernährung nach TCM

Sich nach den Regeln der traditionellen chinesischen Medizin zu ernähren ist relativ einfach umzusetzen. Es braucht dabei keine speziellen und teuren „Superfoods“ oder besonders aufwändige Zubereitungen.

Wer einfach auf saisonale und regionale Produkte achtet, welche möglichst qualitativ hochwertig sind, der ist auf dem richtigen Weg.

Natürlich gibt es trotzdem ein paar Grundregeln, an die man sich halten sollte. Diese Regelungen stimmen übrigens zu einem großen Teil mit denjenigen überein, die auch hier von Ernährungsexperten empfohlen werden.

Allem voran steht die Regelung, dass in allen Gerichten, jeweils ein Lebensmittel aus allen fünf Elementen enthalten sein muss. Damit wird in jedem Gericht auch jede Geschmacksrichtung vertreten.

Wer nun einen bestimmten Effekt durch seine Ernährung erzielen möchte, etwa, weil er ein bestimmtes Organ stärken will, der erhöht einfach den jeweiligen Anteil und reguliert einen anderen.

Beispielsweise kann ein Gericht verstärkt salzig ausgerichtet sein, wenn man eine Blasenentzündung auskurieren möchte. Hierfür eignet sich dann zudem die Integration bestimmter Pflanzen aus der TCM.

Auf natur-journal.info findest du weiterführende Informationen zu einzelnen Heilpflanzen.

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Doch nun zu den 10 Geboten der Ernährung nach traditionell chinesischer Medizin.

  1. Feste Uhrzeiten in regelmäßigen Abständen für seine Mahlzeiten festlegen. Idealerweise werden diese konsequent eingehalten und nur bei Bedarf ausgelassen. Letzteres sollte wirklich nur selten passieren.
  2. Genussvolles Essen mit Zeit und Ruhe. Wichtig ist, sich während dem Essen auch wirklich auf seine Sinne zu konzentrieren und die Mahlzeit wertzuschätzen. Dabei spielen Zeit und eine ruhige Atmosphäre eine große Rolle. Schnell in der Mittagspause zwischen dem nächsten Termin noch ein Sandwich auf dem Weg ins Auto essen ist also Tabu!
  3. Mahlzeiten beenden, wenn das Sättigungsgefühl einsetzt. Man muss dies ein wenig üben und wirklich in sich hineinhören, um zu lernen, wann man wirklich satt ist. Wir sind es gewohnt zu essen, weil es so gut schmeckt.
  4. Zwischen den Mahlzeiten 4 Stunden Pause einlegen.
  5. Die größte Aufmerksamkeit gilt dem Frühstück, mittags fällt die Mahlzeit weniger üppig aus und abends gibt es nur noch eine Kleinigkeit.
  6. Abendessen gibt es vor 19 Uhr, danach sollte die Essensaufnahme für diesen Tag abgeschlossen sein. Tee vor dem Einschlafen darf aber noch sein!
  7. Verwendet werden ökologisch angebaute und hochwertige Lebensmittel, idealerweise aus der aktuellen Saison.
  8. Auf chemische Zusätze, wie sie in Fertiggerichten und Softdrinks vorkommen, ist zu verzichten.
  9. Alkohol, schwarzer Tee und Kaffee in Maßen genießen.
  10. Mindestens 2-3 Liter frisches Wasser pro Tag über den Tag verteilt trinken.

Viele dieser Regelungen kennen wir bereits aus bekannten Expertentipps aus den Bereichen Ernährung.

Wir wissen, dass wir morgens wie ein Kaiser, mittags wie ein König und abends wie ein Bettler essen sollen und dass es nach 19 Uhr nicht förderlich ist, noch etwas zu essen.

Auch das Trinken von Wasser, das genussvolle Essen mit Zeit und die festen Uhrzeiten, dürften bekannt vorkommen. Tatsächlich stammen sie also aus den Regelwerken der traditionell chinesischen Medizin.

Die Wurzel der Gesundheit – die Verdauung

In der TCM ist unsere Verdauung die Wurzel der Gesundheit.

Die meisten Menschen kennen die Probleme einer problematischen Verdauung und viele leiden unter wiederkehrendem Durchfall, Verstopfungen, Sodbrennen, Magen- und Darmkrämpfen nach dem Essen, einem Reizdarmsyndrom und unzähligen weiteren speziellen Problemen.

Tatsächlich lassen sie sich jedoch mit der richtigen Ernährung beheben. Und das sollte man auch, denn in der TCM heißt es, dass sämtliche Probleme – auch wenn sie von der Schulmedizin oft als harmlos oder vorübergehend bezeichnet werden – Hinweise auf energetische Ungleichgewichte im Körper sein können.

Eine gute Verdauung ist also das A und O, wenn man Krankheiten vorbeugen möchte. Dabei setzt die traditionell chinesische Medizin auf warme und gekochte Mahlzeiten, dreimal täglich, was der Verdauung sehr zugute kommt.

Eine Reduktion der Menge an Fleisch, die Integration von Nüssen, Samen und verschiedenen Getreidesorten und schon könnte sich die Verdauung im Allgemeinen zum Positiven verändern.

Essen was schmeckt

Die Geschmäcker sind verschieden – und das ist auch gut so! Denn auch in der TCM heißt es, dass es nicht ratsam ist, Dinge zu essen, die einem nicht schmecken.

Der Grund: Schmecken die Lebensmittel nicht, so nutzen sie dem Körper auch nicht.

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Auch wenn sie womöglich reich an Vitaminen oder Nährstoffen sind. In der TCM ist es unerlässlich, dass Essen mit Genuss verspeist wird.

Eigentlich ein ganz schöner Ratschlag, der auch gar nicht so schwer umzusetzen ist.

Was die TCM neben der Ernährung sonst noch lehrt

In der TCM sind auch der Schlaf und die Entspannung essenziell wichtig. Denn während dem Schlafen, regenerieren die Zellen und gewisse Heilungsprozesse werden in Gang gesetzt.

Dies ist für unsere geistige und physische Gesundheit absolut wichtig. 8 Stunden Schlaf pro Nacht sollten es also mindestens sein, in denen der Körper die nötige Erholung und Regeneration erhält.

Dem gegenüber stehen die Bewegung und die frische Luft, denn sie wecken die Lebensgeister. Dabei ist es allerdings wichtig, sich mit Freude zu bewegen und es gerne zu tun. Ein Sport, der einem persönlich viel Spaß macht, ersetzt bereits einige Erkrankungen, mit denen man es sonst zu tun hätte.

Darüber hinaus wird in der TCM auch über das Pflegen von Freundschaften, das Ausüben von Hobbys und die Sexualität gesprochen. Auch hier sollte der Mensch sich die nötige Zeit nehmen können, um diese Dinge im Alltag und in der Partnerschaft zu integrieren. Andernfalls nehmen Alltagsstress und Perfektionismus irgendwann die Überhand, wir werden antriebslos und lustlos.

Psychische Erkrankungen folgen, beeinträchtigen das Leben und führen zu einem Kreislauf, der zu weiteren körperlichen Krankheiten führt.

Fazit

Die Prinzipien der traditionellen chinesischen Ernährung sind einfach und leicht in unser Leben zu integrieren.

Nichts dabei sollte mit Anstrengung und Überwindung zu tun haben. Alles in unserem Leben sollte im Gleichgewicht stehen und wer darauf achtet, der findet schnell selbst seine innere Mitte und seinen perfekten Lebensrhythmus.

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